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Hilfe nach dem Skiunfall: Welche Versicherung ist sinnvoll?

Unfall- und Haftpflichtversicherung

Die richtige Versicherung hilft ebenso, wie angemessenes Verhalten

"Komm heil zurück" - das wünschen wir uns von Freunden und Familienmitgliedern, die sich in den Skiurlaub verabschieden. Denn jeder weiß, dass Skifahren mit Gefahren verbunden ist. Zwar ist das Unfallrisiko auf den Pisten in den vergangenen Jahren gesunken - dank moderner Sicherheitsbindungen, Protektoren und Helme. Doch zugleich berichten Unfallchirurgen über schwere Verletzungen, die es in dieser Form früher nicht gab. Das Verletzungsrisiko ist hoch beim Wintersport, darauf verzichten muss man allerdings nicht. Die richtige Versicherung hilft ebenso, wie angemessenes Verhalten.

 

Verletzungen beim Skiunfall

Alljährlich häufen sich die Skiunfälle in Österreich, der Schweiz, aber auch in den deutschen Skigebieten. Zumeist handelt es sich um selbstverschuldete Stürze oder Kollisionen. Ursachen sind beinah immer zu hohe Geschwindigkeiten und mangelnde Fertigkeiten. Zu Verletzungen kommt es an Händen, Armen, Schultern, dem Hals sowie immer häufiger dem Kopf. Zwar nehmen klassische Verletzungen wie einfache Brüche dank bessere Schutzkleidung weiterhin ab, doch dafür werden die Unfälle tendenziell schwerwiegender, weil die Skifahrer gleichzeitig auch höhere Risiken wagen.

Verletzungen

 

Selbstschutz im Winterurlaub

Eine Studie hat ergeben, dass rund 90 Prozent aller Skifahrer mit falsch eingestellten Skibindungen unterwegs sind - jene Verbindung zwischen Skischuh und Ski. Dabei bringt nur eine optimale Einstellung maximale Sicherheit; ansonsten drohen bei Kurven und anderen Hürden schneller Stürze. 50 Prozent der Skifahrer haben sogar eine Skibindung, die außerhalb der Toleranz liegt. Es ist somit sehr ratsam, die Einstellung der Ski von einem Fachmann an der Piste oder von einer Skischule prüfen zu lassen. Zudem sollten die üblichen Verhaltensregeln trotz allem Spaß am Wintersport nicht außer Acht gelassen werden: Skifahrer müssen ihre Fahrweise ihren Fähigkeiten anpassen, aufmerksam sowie vorausschauend fahren und andere nicht gefährden. Auch gibt es an jeder Piste Aushänge oder Broschüren über die "zehn Pistengebote", die 1967 von der Federation Internationale de Ski formuliert wurden. Verstoßen Skifahrer gegen diese Verhaltensregeln, gefährden sie nicht nur ihren Unfallschutz und die Sicherheit anderer, sondern auch ihr eigenes Leben.

Ein Skliunfall bringt enorme Kosten

Aber nicht nur durch das höhere Verletzungsrisiko ist der Skiunfall ein Sonderfall, sondern auch durch seine Folgen. Dies fängt schon bei der Ersthilfe an. Minusgrade und fast ausschließlich unwegsame Unfallorte erschweren es, Verletzte optimal zu versorgen. Die medizinische Behandlung wird dabei zwar von der gesetzlich vorgeschriebenen Krankenversicherung getragen; jedoch nicht die Bergung selbst. Da selten der Skiliftbetreiber oder Pisten-Chef für die Unfälle haften will, kommen dann zu allem Leid noch enorme Kosten auf Unfallteilnehmer zu. Der Einsatz eines Hubschraubers liegt beispielsweise deutlich im vier- bis fünfstelligen Bereich. Wer diese Kosten nicht riskieren möchte, sollte den Winterurlaub nicht ohne eine zusätzliche Unfallversicherung oder eine entsprechende Reiseversicherung antreten. Da das Risiko jemand anderes zu verletzen ebenso hoch ist, wie die eigene Verletzungsgefahr, sollte auch die Haftpflichtversicherung geprüft werden. Sie übernimmt den Schadenersatz, der anderen nach einer Verwicklung in einen Skiunfall zusteht. Mit diesen Versicherungen, die auch als Paket angeboten werden, ist man dann rechtlich bestens und notwendig geschützt. Ohne die grundlegendsten Versicherungen in den Skiurlaub zu fahren, ist hingegen fahrlässig. Denn nur wenn klare Missachtungen, Alkohol, Medikamente oder Suchtgifte im Spiel sind, kann die Versicherung ihre Leistung vorenthalten. Ansonsten ist mit der Unfallversicherung bzw. Auslandskrankenversicherung sogar für den Fall einer Invalidität vergesorgt.

Diese Versicherungen lohnen nicht

Statt in der Sicherheit zu sparen, sollten Wintersportler lieber auf andere Versicherungen verzichten. Unnötig ist beispielsweise eine zusätzliche Versicherung gegen Diebstahl der Ski. Dies übernimmt für gewöhnlich die normale Hausratversicherung - selbst im Ausland. Voraussetzung ist, das Wintersportgerät wurde gesichert und nicht frei zugänglich abgestellt. Die Wintersportgeräte-Versicherung lohnt ansonsten wirklich nur bei extrem teurer Ausrüstung. Angeboten wird sie auch oft im Paket einer sogenannten Wintersport-Versicherung. Hier ist oft auch nochmals eine Unfallversicherung und ein vorteilhafter Reiseschutz zum Spartarif enthalten, was jedoch insgesamt oft weniger gut ist, als seperat abgeschlossene Policen. Wer jedoch ohne Versicherung vor Ort an der Piste steht, für den ist solch ein Paket besser als gar nichts. Klüger wäre es aber dennoch, Tarife zu vergleichen. Wir helfen Ihnen gerne den passenden Tarif für Ihre Bedürnisse zu finden.

 

Quelle: www.geld.de, www.spiegel-online.de, Bild-Quelle: ARAG

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