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Riester-Rente: Nur ein Drittel profitieren von voller Förderung

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Riester Rente

Nur etwa ein Drittel der Riester-Sparer erhält die volle staatlcihe Zulage, wie aktuell veröffentlichte Zahlen des Bundesministerium zeigen. Zugleich erhielt fast jeder dritte Riester-Sparer gar keine staatliche Förderung zu seinem Vertrag. Viele Riester-Sparer verschenken demnach Geld, das ihnen eigentlich zustehen würde. Weshalb das so ist, geht aus den Daten nicht hervor.

Im Beitragsjahr 2014 haben nur etwas mehr als 11 Millionen Menschen mit einem Riester-Vertrag eine staatlcihe Förderung erhalten. Doch nur circa 36 Prozent der Riester-Sparer bzw. 5,87 Millionen Personen haben 100 Prozent der ihnen zustehenden staatlichen Förderung in Anspruch genommen. Das geht aus Zahlen hervor, die das Bundesfinanzministerium am Mittwoch letzter Woche veröffentlicht hat. Auf die Statistik mach aktuell das Versicherungsjournal aufmerksam.

Viele Riester-Sparer profitieren nicht von der vollen Förderung

Konkret bedeutet dies, dass die Mehrheit der Riester-Sparer nicht von der ihr zustehenden staatlichen Förderung profitiert. Wer diese erhalten will, muss in der Regel vier Prozent seines rentenversicherungspflichtigen Jahreseinkommens aus dem Vorjahr einzahlen (abzüglich aller Zulagen). Im Erhebungszeitraum haten circa 16,3 Millionen Personen einen Vertrag abgeschlossen. Aktuellere Zahlen für die Jahre 2015 und 2016 liegen zwar vor, sind aber vorläufig und noch mit großer Unsicherheit behaftet.

Auffallend: Auch wer staatlich gefördert wird, erhält oft nicht die volle Zulage. Nur etwas mehr als jede zweite Person mit staatlicher Förderung (54 Prozent) bekommt vollumfänglich, was ihr von staatlicher Seite zustehen würde. Hingegen erhalten 2,17 Millionen geförderte Sparer weniger als 50 Prozent des zustehenden Förderbetrages von Vater Staat (sie Grafik) Allerdings gilt es bei den Zahlen zu bedenken, dass einige Riester-Sparer auch mehrere Verträge halten - hierzu trifft die Statistik keine Aussage.

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Hohe bürokratische Hürden

Warum so viele Menschen die Riester-Förderung nicht voll in Anspruch nehmen, geht aus den Daten des Bundesfinanzministerium nicht hervor. Hierbei gilt es zu bedenken, dass nach Schätzungen der Bundesregierung circa jeder fünfte Vertrag ruhend gestellt ist. Die Sparer haben zwar ihren Vertrag nicht gekündigt, aber zahlen aktuell keine Beiträge mehr. Dies hat zwar den Vorteil, dass die bisherigen Zulagen und Steuervorteile erhalten bleiben. Allerdings haben dann die Sparer keinen Anspruch auf die aktuelle Förderung.

Zudem müssen die Zulagen jedes Jahr aufs Neue beantragt werden. Hier hatten Kritiker wiederholt die Politik aufgefordert, den bürokratischen Aufwand im Sinne der Sparer zu erleichtern, etwa die die CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung. Alternativ können Sparer ein sogenannten Dauerzulagenantrag nutzen. Dann verlängert sich der Antrag auf Förderung automatisch Jahr für Jahr selbst. Alles Weitere erledigt der Versicherer zusammen mit der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen. Auch mit solch einem Dauerantrag müssen freilich die Zahlen daraufhin überprüft werden, ob die Fördervoraussetzungen noch vorliegen.

Die Riester-Förderung besteht aus Zulagen und Steuervorteilen. Mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz hat die Bundesregierung auch die staatlichen Zulagen bei Riester zum Jahreswechsel 2018 angehoben. Erstmals, seitdem die staatlich geförderte Altersvorsorge vor 15 Jahren eingeführt wurde, wird die Grundzulage von 154 im Jahr nun auf 175 Euro raufgesetzt. Die Kinderzulage ändert sich hingegen nicht. Weiterhin erhalten Eltern 300 Euro pro Jahr für Kinder, die ab dem 1. Januar 2008 geboren wurden. Kam das Kind zeitiger zur Welt, fällt die Zulage mit 185 deutlich niedriger aus.

 

 

Quelle; Versicherungsbote.de, Autor: Mirko Wenig

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